Mein langes Leben
Nachdem ich neun Monate im Bauch meiner Mutter verbracht hatte, ließ sich meine Geburt nicht mehr verhindern, so dass ich Ende der Siebziger schließlich zur Welt kam. An die ersten Jahre meiner Kindheit kann ich mich seltsamerweise kaum noch erinnern, aber ich weiß, dass der Blick auf die Aussichtsplattform in der Bernauer Straße immer ein Ansporn für mich war durchzuhalten. Denn irgendwann wollte ich mal dort oben stehen und rüber in den Osten schauen. Mit dem Fall der Berliner Mauer wurde dieses Objekt meiner Begierde allerdings abgerissen, ehe ich dazu kam, meinem Vorhaben Taten folgen zu lassen. Mir blieb gar nichts anderes übrig, als aus Frust mit Schreiben anzufangen, was ich glücklicherweise bereits in der ersten Klasse gelernt hatte. Dieser frühe Kompetenzerwerb sollte mir später in vielen Lebenssituationen von Nutzen sein und mir neben Abitur, Studium und der Verrichtung bürgerlicher Berufe auch den Zutritt zur Mitgliedschaft in der wöchentlichen Berliner Lesebühne Chaussee der Enthusiasten ermöglichen sowie das Verfassen und Veröffentlichen von Büchern erleichtern.
Aktuell
09.11.2011 (Mittwoch): Sololesung um 19.00 im GEW-Haus in Berlin.
Jeden Donnerstag: Chaussee der Enthusiasten um 20.30 Uhr im RAW-Tempel (Stenzerhalle).